Sandra Bubendorfer-Licht

Wegen Corona geht am Automaten nichts mehr

Petra Höcketstaller (Winhöring) im Informationsgespräch mit der FDP-Bundestagsabgeordneten Sandra Bubendorfer-Licht: Trotz zertifiziertem Hygienekonzept bleiben Spielhallen im Lockdown zu

MÜHLDORF (16.11.20) – Trotz eines ausgefeilten zertifizierten Hygienekonzepts geht in bayerischen Spielhallen wegen der Corona-Pandemie nichts mehr: „Ich verstehe den Lockdown für unsere Branche nicht“, reagiert Petra Höcketstaller, Geschäftsführerin der Höcketstaller-Gruppe (Winhöring) und 2. Vorsitzende des Bayerischen Automaten-Verbandes e. V. (BAV), mit Unverständnis.

Mindestabstand von 1,5 Meter, Schutzmaske, Trennscheiben, Gästelisten, aufwändige Reinigungs- und Desinfektionspläne sowie Dienstanweisungen für die Mitarbeiter sind die Kernpunkte eines Hygienekonzepts des Bayerischen Automaten-Verbandes. „Der ganze Aufwand und das Bemühen war umsonst“, sagt Petra Höcketstaller. Die Automaten-Branche hofft, so bald wie möglich wieder öffnen zu können.  „Durch den Lockdown werden die Spieler zum Online-Glücksspiel getrieben“, sagt die 2. BAV-Vorsitzende.

„Es ist unverständlich, dass selbst ein professionelles Infektionsschutzkonzept nicht zum weiteren Betrieb reicht und eine Branche ins Abseits gestellt wird“, kommentiert Sandra Bubendorfer-Licht das generelle Aus während des Lockdowns. Die zu sperrenden Branchen seien von der Bundesregierung nach dem Gießkannen-Prinzip ausgewählt worden.  „Es gibt keine exakte Begründung für diese unverhältnismäßige Entscheidung“, so die FDP-Bundestagsabgeordnete.

Das gewerbliche Spiel hat nach den Worten von Petra Höcketstaller alle staatlichen Vorgaben umgesetzt, um maximale Sicherheit einzuhalten. Dazu gehört ein Zutritt nur für Spieler ab 18 Jahren, kein Alkohol, Spielerschutz, geschultes Personal und geprüfte Gerätequalität. Mit dem Auslaufen des Glückspielstaatsvertrages droht der Branche neues Ungemach. Alle Erlaubnisse für Spielhallen in Bayern enden mit dem 30.

Juni 2021. Deshalb fordert der BAV eine unternehmerische Perspektive und Planungssicherheit für die nächsten 15 Jahre. Es sollte zugelassen werden, dass Spielhallen andere Glücksspiele wie Sportwetten oder Lottoannahmestellen anbieten dürfen. Für alle Spielformen von gewerblichen Spielhallen bis hin zu Spielbanken sollten einheitliche Werberegelungen gelten. „Der Bestand an nachweislich ordentlich arbeitenden Betrieben darf nicht noch weiter reduziert werden“, fordert Petra Höcketstaller.

Petra Höcketstaller und Sandra Bubendorfer-Licht
Corona-Lockdown — Nichts geht mehr in gewerblichen Spielhallen: Petra Höcketstaller (rechts), 2. Vorsitzende des Bayerischen Automaten-Verbandes, zeigt der FDP-Bundestagsabgeordneten Sandra Bubendorfer-Licht das zertifizierte Hygienekonzept. (Foto: Josef König/Abdruck honorarfrei).